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Eicosapentaensäure (EPA) ist eine wichtige Fettsäure in unserem Körper, die unter anderem wichtig für unsere Herzfrequenz und unseren Blutdruck ist. Sie gehört zur Gruppe der Omega-3-Fettsäuren und wir müssen sie über unsere Nahrung aufnehmen.

Eicosapentaensäure: Die essentielle Fettsäure für Herz und Blutdruck

Was ist Eicosapentaensäure?

Eicosapentaensäure gehört zu den Omega-3-Fettsäuren. Als ungesättigte, essentielle Fettsäure ist Eicosapentaensäure lebenswichtig für uns und wir müssen sie durch Lebensmittel zu uns nehmen.

Die Fettsäure reguliert unseren Blutdruck, unsere Herzfrequenz, sowie die Blutgerinnung. Sie ist sogar an unserem Immunsystem beteiligt: Eicosapentaensäure ist hier Grundlage für die Herstellung verschiedener Substanzen, wie beispielsweise hormonähnliche Wirkstoffe, wie Eicosanoide.

Welche Wirkungen und Nebenwirkungen hat Eicosapentaensäure?

Welche Wirkungen kann Eicosapentaensäure auf Dich haben?

Die Wirkungen der Eicosapentaensäure sind zahlreich. Zu ihnen zählen:

  • Förderung und Stärkung des Immunsystems
  • Schutz der Haut, Haare und Nägel
  • Organschutz
  • Aufbau von Energie-Reserven
  • Regulierung der Blutgerinnung
  • Aufrechterhaltung der Hirnfunktion
  • Regulierung des Blutdrucks

Welche Folgen hat ein Eicosapentaensäure-Mangel?

Da Eicosapentaensäure an zahlreichen Prozessen in unserem Körper beteiligt ist, sind auch die Folgen eines Mangels vielfältiger Natur. Sie machen sich nicht nur in einem Bereich unseres Körpers bemerkbar, sondern können sich in vielen verschiedenen Symptomen äußern. Ein Mangel kann daher lange unentdeckt bleiben.

Welche Folgen hat eine Eicosapentaensäure-Überversorgung?

Die häufigste Folge einer Eicosapentaensäure-Überversorgung sind Verdauungsbeschwerden. Allerdings treten solche Fälle meist nur bei einer übermäßigen Aufnahme der Fettsäure auf, wenn diese über einen längeren Zeitraum hinweg oder einmalig stark überdosiert eingenommen wird. Dies ist in der Regel nur über die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln möglich.

Wer ist besonders häufig von einem Eicosapentaensäure-Mangel betroffen?

Da der Eicosapentaensäure-Blutspiegel von unserer Ernährung und unserem individuellen Bedarf abhängt, wird ein Mangel durch die folgenden Risikofaktoren begünstigt:

  • Ernährung: Ein genereller Mangel, beziehungsweise eine Unterversorgung mit Vital- und Nährstoffen durch Essstörungen, wie Magersucht oder Ess-Brech-Sucht, kann auch ein Eicosapentaensäure-Defizit erzeugen. Gleiches gilt für Mono-Diäten, stark eingeschränkte Ernährungsweisen und fettfreie oder fettarme Diäten sowie lange Fastenkuren.
  • Besondere Belastungen: Schwangerschaft und Stillzeit, Leistungssport, harte körperliche Arbeit und chronischer Stress belasten unseren Körper und erfordern eine vermehrte Regeneration. Hierdurch wird der Bedarf an Eicosapentaensäure erhöht, was einen Mangel nach sich ziehen kann.
  • Alter: Während des Wachstums in der Kindheit ist unser Bedarf an Eicosapentaensäure erhöht, mit zunehmendem Alter kann hingegen die Aufnahme der Fettsäure gestört sein – während der Bedarf wiederum hoch ist, da vermehrte Regenerationsprozesse nötig sind. In beiden Fällen ist ein Eicosapentaensäure-Defizit wahrscheinlich.
  • Krankheiten: Chronisch-entzündliche Erkrankungen des Darms können Resorptionsstörungen nach sich ziehen, also die Aufnahme der Fettsäuren verringern oder über den Verdauungstrakt gar unmöglich machen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente zur Behandlung von hohem Blutdruck, Schlafstörungen und anderen chronischen Beschwerden kann zu solchen Aufnahmestörungen führen. Ein Mangel ist dann vorprogrammiert, wenn die Eicosapentaensäure nicht auf anderem Wege zugeführt wird.

Wer ist besonders häufig von einer Eicosapentaensäure-Überversorgung betroffen?

Zu einer bedenklichen Eicosapentaensäure-Überversorgung kommt es, allein durch die Ernährung, nur ausgesprochen selten. Hierzu müssten täglich große Mengen pflanzliche Öle oder Seefisch gegessen werden. Auch dann würde die ungesättigte Fettsäure allerdings über den Stuhl ausgeschieden werden. Ein Überschuss an Eicosapentaensäure führt oft zu Magen-Darm-Beschwerden und Durchfällen.

Von einer länger anhaltenden Eicosapentaensäure-Überversorgung sind nur Menschen betroffen, die die Fettsäure als Nahrungsergänzungsmittel in großen Dosen aufnehmen.

Welche Symptome treten bei einem Eicosapentaensäure-Mangel auf?

Zu den möglichen Symptomen eines Eicosapentaensäure-Mangels gehören:

  • Immunschwäche: Da Eicosapentaensäure als Basis für immunstärkende Substanzen (Eicosanoide) benötigt wird, bedingt ein Mangel auch die Schwächung unserer körpereigenen Abwehrkräfte. Die Folge ist eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionen, sowie eine verschlechterte Wundheilung.
  • Verringerte Leistungsfähigkeit: Eicosapentaensäure wird benötigt, um Zellen zu regenerieren und Zellmembranen geschmeidig zu halten, eine normale Gehirnfunktion zu gewährleisten und unsere Muskulatur zu schützen. Fehlt diese essentielle Fettsäure, können diese Prozesse nicht mehr in ausreichendem Maße stattfinden. Hierdurch kommt es, sowohl zu einem körperlichen, als auch geistigen Abbau. Möglich sind zudem Muskelzittern, Schwäche und Störungen der Konzentration sowie des Schlafs.
  • Erhöhte Blutungsneigung: Durch die Beteiligung der Eicosapentaensäure an der Regulierung der Blutgerinnung, kann es bei einem Mangel der Fettsäure zu Gerinnungsstörungen und damit zu verlängerten Blutungen kommen.
  • Veränderungen der Haut, Haare und Nägel: Strohiges Haar, schuppige, rissige und trockene Haut, brüchige Nägel – Eicosapentaensäure ist zwar an sich kein typischer Schönheits-Wirkstoff, hat jedoch einen Einfluss auf die Gesundheit und Beschaffenheit von Haar, Nägeln und Haut und reguliert hier vor allem deren Geschmeidigkeit und Feuchtigkeitshaushalt. Bei einem Eicosapentaensäure-Mangel werden die Strukturen anfälliger für das Austrocknen und gegenüber schädlichen Einflüssen.
  • Störungen des Blutkreislaufs: Eicosapentaensäure hält Zellmembranen elastisch und die Gefäße frei von Ablagerungen. Zudem verringert sie das Risiko für koronare Herzerkrankungen oder Herzinfarkte. Die Fettsäure hält außerdem unseren Cholesterinspiegel und Blutdruck niedrig. Bei einem Mangel kann es daher zu Störungen und Problemen in diesen Bereichen kommen.
  • Organversagen und Unfruchtbarkeit: Auch wenn Fette als ungesund gelten, so sind die ungesättigten Fettsäuren, wie Eicosapentaensäure durch ihre schützenden Funktionen lebenswichtig. Besteht ein Mangel, verlieren Organe ihre dämpfenden Polster und können zudem in ihren Funktionen gestört sein. Dies kann ein Organversagen, sowie Unfruchtbarkeit zur Folge haben.
  • Psychische Probleme: Erkrankungen wie Schizophrenie und Depressionen gehen oftmals mit einem Eicosapentaensäure Mangel einher. Ob diese durch die Unterversorgung mit der Fettsäure entstehen oder sich verschlimmern, oder ob die Verringerung des Blutspiegels eine Schutzfunktion unseres Körpers darstellt, ist bisher noch unklar.

Welche Symptome treten bei einer Eicosapentaensäure-Überversorgung auf?

Die Symptome einer Eicosapentaensäure-Überversorgung beschränken sich in der Regel auf Verdauungsbeschwerden, wie Durchfälle. Allerdings kann die Überversorgung auch Störungen der Leistungsfähigkeit und Blutgerinnungs-Probleme nach sich ziehen.

Wo ist Eicosapentaensäure enthalten?

Eicosapentaensäure findet sich vor allem in Seefisch, der einen hohen Fettgehalt aufweist. Hering und Lachs, Makrele und Thunfisch aber auch Aal und Fischöl enthalten große Mengen der ungesättigten Fettsäure. Zudem kann Dein Körper Eicosapentaensäure aus anderen Substanzen herstellen wie z.B. aus Alpha-Linolensäure, einer weiteren Omega-3-Fettsäure, die über die Nahrung aufgenommen wird. Diese Variante ist für Veganer und Vegetarier eine gute Möglichkeit ihren täglichen Eicosapentaensäure-Bedarf zu decken. Alpha-Linolensäure findest Du in Lebensmitteln wie Pflanzen- und Nussölen, sowie Algen.

In unserer Liste der eicosapentaensäurehaltigen Lebensmittel findest Du eine weitere Übersicht mit Angaben dazu, welche Lebensmittel den höchsten Eicosapentaensäure-Gehalt haben.

Wovon hängt Dein Eicosapentaensäure-Spiegel ab?

Da Eicosapentaensäure eine essentielle Fettsäure ist und über die Nahrung aufgenommen werden muss, hängt Dein Eicosapentaensäure-Spiegel hauptsächlich von Deiner Ernährung ab. Allerdings können auch noch andere Faktoren den Blutwert beeinflussen. Zu diesen Faktoren gehören Dein individueller Bedarf, der durch AlterKrankheiten und andere Belastungen höher oder niedriger sein kann.

Auch Lebensgewohnheiten und die Kombination der Nahrungsmittel sind entscheidende Kriterien. So kann es passieren, dass, obwohl wir verhältnismäßig viel Eicosapentaensäure aufnehmen, unser Eicosapentaensäure-Spiegel niedrig bleiben. Das kann daher rühren, dass da die Aufnahme gestört ist oder, dass der ungesättigten Fettsäure große Mengen gesättigte Fettsäuren gegenüberstehen.

Wie viel Eicosapentaensäure benötigt Dein Körper?

Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur nötigen Tageszufuhr von Eicosapentaensäure existieren bislang nicht.

Auch, wenn genaue Mengen nicht gesichert sind und stark von dem individuellen Bedarf abhängen, solltest Du versuchen Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren in einem Verhältnis von 5:1 aufzunehmen.

Was bedeuten Deine Eicosapentaensäure-Werte?

Ein Bluttest kann Dir schnell Aufschluss darüber geben, ob Dein aktueller Eicosapentaensäure-Spiegel in Ordnung ist. Eine einzige Blutuntersuchung ist aber noch wenig aufschlussreich. Bei Verdacht auf einen Mangel sind daher Folgeuntersuchungen empfehlenswert, zu denen Dich Dein Arzt berät. Bei einer Kontrolle Deiner Eicosapentaensäure-Werte, unter Berücksichtigung Deiner Ernährung und Gesundheit, kann ein Mangel festgestellt, oder eine gezielte Ernährungsumstellung empfohlen werden.

Mit unserem myOmegas Bluttest kannst Du bequem von zu Hause aus überprüfen, ob Dein Körper gut versorgt ist oder ob ein Mangel vorliegt.

Quellen

  • Adam O., “Ernährungsmedizin: nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer”, Georg Thieme Verlag, 2004
  • Marquardt M., “Ernährungsphysiologie der Nahrungsmittel: Gesunde und toxische Nahrungsbestandteile im Fokus”, Lehmanns Media, 2014
  • Fritsche D. und Elmadfa I., “Gute Fette, schlechte Fette”, Gräfe und Unzer, 2007
  • Asztalos et al., “Effects of oral eicosapentaenoic acid versus docosahexaenoic acid on human peripheral blood mononuclear cell gene expression.” Molecular Cardiology Research Institute, Tufts Medical Center, Boston, USA, 2015

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