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eine Frau, die sich auf dem Gipfel des Berges ausdehnt und die aufgehende Sonne betrachtet

CRP wird von Deinem Körper in der Leber hergestellt und ist ein Protein. Es ist nützlich zur Beseitigung von Erregern und kranker Zellen und kann bei erhöhtem Wert auf eine Entzündung hindeuten. hsCRP bezeichnet eine besonders sensitive Messmethode für das CRP. Einfluss auf den hsCRP-Wert kann unter anderem Deine Ernährung haben.

 

hsCRP: Hochsensitives C-reaktives Protein – ein Biomarker für Entzündungen.

Was ist hsCRP?

CRP ist ein Protein (Eiweiß), das in Deiner Leber hergestellt und in Dein Blut abgegeben wird. Es gehört zur Familie der Pentraxine – also der Proteine der Immunabwehr.

CRP ist Bestandteil des gesunden Blutes. Ein normaler, erwachsener Mensch zeigt einen Wert, der bis zu 1 Milligramm pro Deziliter reicht.

CRP ist bei der Beseitigung von Krankheitserregern und körpereigenen kranken Zellen beteiligt. Ein erhöhter Wert im Blut kann eine unspezifische (bakterielle, virale) Entzündung andeuten. Liegt eine akute Entzündung vor, so steigt die Produktion von CRP innerhalb eines Zeitraums von 6-12 Stunden an und fällt innerhalb von 24 Stunden wieder ab.

Methoden, die darauf ausgelegt sind, geringe CRP-Konzentrationen zu messen, werden als hsCRP (high sensitivity CRP – hoch sensibles CRP) bezeichnet.

Das hochsensitive C-reaktive Protein (hsCRP) ist ein Biomarker, der systematisch Entzündungsprozesse im Körper anzeigt. Eine hsCRP-Bestimmung ist somit ein Hilfsmittel, frühzeitig zu erkennen, ob möglicherweise eine entzündliche Erkrankung oder Infektion vorliegt und in welchem Schweregrad.

Der hsCRP-Wert ermöglicht den Nachweis chronischer Entzündungen. In der akuten Phase sind Entzündungen auch über eine erhöhte Zahl der weißen Blutkörperchen im Blutbild nachweisbar – sie sind nämlich für die Immunabwehr zuständig. Irgendwann sieht Dein Körper die chronischen Entzündungen jedoch als „normal“ an und stellt die Produktion von weißen Blutkörperchen ein. Daher wird hier der hsCRP-Wert gemessen.

hsCRP wird ebenso als prädiktiver Parameter verwendet, um das kardiovaskuläre Erkrankungsrisiko (Herzinfarktrisiko) einzuschätzen. Des Weiteren ist hsCRP ein Hinweis auf entzündliche rheumatische Erkrankungen und kann zur Unterscheidung von bakteriellen und viralen Infektionen herangezogen werden.

Wovon hängt der hsCRP-Spiegel ab?

Der hsCRP-Spiegel hängt unter anderem von Deiner Ernährung ab. Mit einer vollwertigen, ausgewogenen Kost, die alle lebenswichtigen Eiweiße, Mineralstoffe, Vitamine sowie Spurenelemente enthält, unterstützt Du Dein Immunsystem.

Der hsCRP-Wert kann durch Rauchen und Übergewicht (Hormone) negativ beeinflusst werden. Im Umkehrschluss kannst Du durch gewichtsreduzierende Maßnahmen und sportliche Betätigung Deinen hsCRP-Wert absenken.

Auch die Einnahme verschiedener Medikamente wie Statine (Cholesterinsenkung) oder Acetylsalicsäure (Aspirin) können zu einer Verringerung des hsCRP-Wertes beitragen und sich positiv auswirken.

Ebenso können Antioxidantien, Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Enzyme und pflanzliche Präparate wie Preiselbeer- oder Brennesselextrakt die Entzündungsbekämpfung unterstützen und den hsCRP-Wert senken.

Auch bestehende Erkrankungen können den hsCRP-Wert erhöhen. Dies betrifft vor allem Menschen, die bereits an erhöhtem Blutdruck leiden oder einen erhöhten Cholesterinspiegel haben.

Wer ist besonders von einem erhöhten hsCRP-Spiegel betroffen?

Raucher, ältere Personen und Menschen, die stark übergewichtig sind, zählen zur Risikogruppe für einen erhöhten hsCRP-Spiegel. Auch Frauen, die mit Hormonpräparaten behandelt werden oder sich in den Wechseljahren befinden, können davon betroffen sein.

Eine ungesunde Lebensweise ist ein weiterer Risikofaktor: Rauchen, Alkoholkonsum, mangelnder Schlaf und Stress können Deinen Körper langfristig schädigen und Einfluss auf Deine hsCRP-Werte haben.

Menschen, die bereits an Herzerkrankungen oder an chronisch-entzündlichen Infektionen leiden, zeigen einen erhöhten hsCRP-Wert. Auch bei Arteriosklerose kann der hsCRP-Wert bereits im Frühstadium erhöht sein und dient damit als wichtiger Indikator. Ebenso können Diabetes Mellitus und Bluthochdruck dafür verantwortlich sein, dass der hsCRP-Wert ansteigt.

Welche Folgen hat ein erhöhter hsCRP-Spiegel?

Der Entzündungsmarker hsCRP kann vermutlich auch selbst schädlich auf Gefäße wirken und seinerseits Entzündungsreaktionen hervorrufen.

So vielfältig wie die Gründe für eine Erhöhung des hsCRP-Wertes sind, so vielfältig sind auch die Symptome:

Zahnfleischbluten kann ein Symptom sein, das eine Entzündung des Zahnfleisches signalisiert. Länger anhaltende Gelenkschmerzen können eine potentiell rheumatische Entzündung der Gelenke andeuten. Eine beginnende Herzkrankheit kann sich mit Kurzatmigkeit, plötzlich erhöhtem Herzschlag bis hin zu Herzrasen und erhöhtem Blutdruck ankündigen. Plötzlicher Gewichtsverlust, Appetitmangel oder Müdigkeit können ebenfalls Symptome für eine Entzündung in Deinem Körper sein.

Wo ist hsCRP enthalten?

hsCRp wird im Körper gebildet, wenn dieser mit einer Entzündung zu kämpfen hat. Es ist nicht in Nahrungsmitteln enthalten.

Welche Wirkung bzw. Nebenwirkung hat hsCRP?

Welche Wirkung?

CRP hat die Eigenschaft, sich an Phosphocholin zu binden, das sich an absterbenden oder toten Zellen befindet. Zudem bindet es sich an Fresszellen, die ein Teil der Immunabwehr sind und unbelebte und belebte Gewebeteile aufnehmen und verdauen.

Gebundenes CRP aktiviert das Komplementsystem (System von Plasmaproteinen, die als Immunantwort aktiviert werden können). Es setzt dadurch zelluläre und humorale (über Blut und Lymphflüssigkeit) Mechanismen des unspezifischen Immunsystems in Gang. Dieser unspezifische Abwehrmechanismus Deines Körpers reagiert schneller als das Immunsystem.

Hast Du Dich mit einer Krankheit infiziert, bildet Dein Körper automatisch hsCRP, das in der Lage ist, Erreger und Bakterien unschädlich zu machen oder zu verschlingen und dann über das Blut auszuscheiden.

Welche Nebenwirkung?

hsCRP hat keine Nebenwirkungen, aber die Konzentration des Proteins können auf eventuelle Entzündungen hindeuten, die erhebliche Gesundheitsgefährdungen nach sich ziehen können.

Wie viel hsCRP benötigt der Körper?

Normalwert: unter 5 mg/l Blut

Langfristig ist es für die Gefäße schonend, einen Wert unterhalb von 1 mg/l zu haben. Dies kann mit dem high-sensitive-CRP-Test festgestellt werden.

Was bedeuten Deine hsCRP-Werte?

Der hsCRP-Wert ist ein sehr sensibler Messfaktor, der bereits kleinste Veränderungen anzeigt. Dieser Wert gibt Deinem Arzt wichtige Hinweise darauf, ob akute oder niedriggradige chronische Entzündungen in Deinem Körper vorliegen.

Eine dauerhafte leichte Erhöhung kann bspw. auf eine chronische Gefäßerkrankung hindeuten. Bei Werten über 10 mg/l liegt im Körper eine akute Entzündung vor.

Mögliche Ursachen, Krankheit und Verlauf: (CRP-Wert in mg/l)

  • 10 bis 40: virale Infektionen, leichte bakterielle Infektionen, drittes Trimester einer Schwangerschaft, Rauchen, Leistungssport
  • bis 50: leichte bis mittelschwere Entzündungen
  • 50 bis 200: schwere Entzündungen und bakterielle Infektionen (Hirnhautentzündung, Lungenentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung), akute Phase einer chronischer Erkrankungen (beispielsweise Morbus Crohn), Sepsis, rheumatische oder Tumorerkrankungen
  • über 200: Verbrennungen, sehr schwere bakterielle, akute Entzündungen und Infektionen

Sonstiges Wissen über hsCRP

Wenn der hsCRP-Wert gemessen wird, um mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere chronische Entzündungen zu diagnostizieren, ist es wichtig, dass es zu keiner Verfälschung kommt. Um Verfälschungen des hsCRP–Meßwerts auszuschließen, ist es wichtig, dass Dein Körper zum Zeitpunkt der Blutentnahme keine akuten Entzündungen durch Verletzungen oder Infektionen aufweist.

Auch nach einer Operation oder einer Verletzung kann Dein hsCRP Wert kurzfristig erhöht sein. Zudem solltest Du bedenken, dass die Einnahmen von bestimmten Medikamenten oder chronischen Vorerkrankungen Deine Werte verändern können.

Um definitive Aussagen treffen zu können, bietet es sich an, regelmäßig einen Bluttest zu machen, denn so kannst Du frühzeitig feststellen, ob eine eventuelle Infektion oder Erkrankung in Deinem Körper vorliegt.

Quellen

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  • Keikawus Arastéh: Innere Medizin : 643 Tabellen. Thieme, 2009, ISBN 3131181621
  • Teruhiko Itoh: Coronary Spasm and hs-CRP. In „Circulation Journal“, 71(2007), 11, ISSN 1346-9843
  • Yongjing Zhou: Hs-CRP in stroke: A meta-analysis. In „Clinica Chimica Acta“, 453(2016), ISSN 0009-8981
  • Elba Leiva: High levels of hsCRP are associated with carbohydrate metabolism disorder. In „Journal of Clinical Laboratory Analysis“, 25(2011), 6, ISSN 0887-8013
  • Viroj Wiwanitkit: hs-CRP as a predictive factor for cardiac outcome. In „Annals of Cardiac Anaesthesia“, 13(2010), 1, ISSN 0971-9784
  • Ruth Soferman: HsCRP levels: Measurement of airway inflammation in asthmatic children. In „Pediatrics International“, 50(2008), 1, ISSN 1328-8067

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