Cashewkerne
Lebensmittel mit Kupfer können bei der Abwehr von Krankheitserregern helfen und Dein Immunsystem schützen. Lies hier, welche Lebensmittel am meisten Kupfer enthalten.

Kupferhaltige Lebensmittel

Warum ist Kupfer wichtig?

Kupfer ist ein Spurenelement, das im menschlichen Körper lebenswichtig ist und zahlreiche Funktionen erfüllt. Energiebereitstellung durch Zellatmung, der Sauerstofftransport im Blut und der Aufbau von Geweben sind ohne Kupfer nicht möglich. Seine Rolle für die Gesundheit sollte also nicht unterschätzt werden.

Tagesbedarf an Kupfer

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der Schätzwert für eine angemessene Zufuhr für:

  • Säuglinge bis vier Monate bei 0,2 bis 0,6 Milligramm, bis 12 Monate bei 0,6 bis 0,7 Milligramm
  • Kinder bis sieben Jahre bei 0,5 bis 1,0 Milligramm
  • Kinder ab sieben Jahre, Jugendliche und Erwachsene bei 1,0 bis 1,5 Milligramm

kupferhaltige Lebensmittel

Bananen

Enthalten 108 μg Kupfer /100 g

Bananen liefern nenneswerte Mengen an Kupfer. Sie sind ein super Snack für unterwegs, da man sie problemlos mitnehmen kann.

 

 

Cashewkerne

Enthalten 2060 μg Kupfer /100 g

Bereits 50g Cashewkerne können Deinen Kupfertagesbedarf decken. Sie sind eine gute Zwischenmahlzeit.

 

 

Rinderleber

Enthält 3334 μg Kupfer /100 g

Rinderleber enthält eine beachtliche Menge Kupfer und kann Deine tägliche Zufuhr unterstützen.

 

 

grüner Tee

Enthält 2490 μg Kupfer /100 g

Grüner Tee liefert neben einer beachtlichen Menge Kupfer auch andere wertvolle Vitalstoffe, wie zum Beispiel Polyphenole. Diesen wird eine antioxidative Wirkung nachgesagt.

 

 

Sonnenblumenkerne

Enthalten 1890 μg Kupfer /100 g

Sonnenblumenkerne liefern viele wichtige Stoffe: gesunde Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe – darunter auch nennenswerte Mengen an Kupfer.

 

 

Spirulina

Enthält 1840 μg Kupfer /100 g

Die Mikroalge kann Dir wertvolles Kupfer leifern und dadurch Deine Versorgung mit dem Spurenelement unterstützen.

 

 

Kaffeepulver

Enthält 1733 μg Kupfer /100 g

Kaffee macht nicht nur munter, sondern kann auch Deine tägliche Kupferzufuhr unterstützen.

 

 

Kakaopulver

Enthält 4150 μg Kupfer /100 g

Kakaopulver und daraus hergestellte Produkte (z.B. Schokolade) enthalten nennenswerte Kupfermengen.

 

 

Weiße Bohnen

Enthalten 635 μg Kupfer /100 g

Wie in anderen Hülsenfrüchten auch, stecken in weißen Bohnen sehr viele wichtige Inhaltsstoff – darunter auch nennenswerte Mengen an Kupfer.

 

 

Sojabohnen

Enthalten 100 μg Kupfer /100 g

Sojabohnen kannst Du gewürzt und gebacken als leckeren Snack für zwischendurch verzehren oder als Salat-Topping nutzen – dadurch kannst Du Deinem Körper, unter anderem, wertvolles Kupfer zuführen.

 

Kupferhaltige Lebensmittel: Reichen Sie heute noch aus?

Kupfer steckt in vielen Lebensmitteln – und das teilweise in großen Mengen. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, kann in der Regel eine angemessene Zufuhr erreichen.

Wobei helfen kupferhaltige Lebensmittel?

Kupferhaltige Lebensmittel sorgen dafür, dass viele lebenswichtige Prozesse überhaupt erst ablaufen können. So sind sie beispielsweise wichtig für:

  • Leistungsfähigkeit: Das Spurenelement ist wichtig für den roten, sauerstofftransportierenden Blutfarbstoff und die Zellatmung, die für die Energiebereitstellung sorgt. Wer ausreichend kupferhaltige Lebensmittel isst, verbessert also sowohl die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff, als auch die Energiebereitstellung. Beim Training und im Alltag kommst Du also nicht so schnell aus der Puste und Deine Leistungsfähigkeit bleibt erhalten.
  • Gesundheit: Das Spurenelement kann die Wundheilung verbessern und Dein Immunsystem unterstützen.
  • Schöne Haut und gesundes Haar: Kupfer ist wichtig für die Regeneration und Bildung von Bindegewebe und kann somit Deine Haut schützen – es hält sie schön und jung. Zudem erhält das Spurenelement die natürliche Pigmentierung der Haare und ist ebenfalls an deren Wachstum beteiligt.

Was passiert, wenn Du zu wenig kupferhaltige Lebensmittel isst?

Es kann ein Kupfermangel entstehen, der sich durch die folgenden Anzeichen bemerkbar machen kann:

  • „verblassen“ der Haarfarbe oder frühzeitiges Ergrauen
  • Pigmentstörungen der Haut
  • Blutarmut
  • Appetitverlust
  • Verdauungsstörungen
  • Schlecht heilende Wunden und erhöhte Infektionsanfälligkeit
  • Gelenk- und Knochenprobleme

Kupferpräparate als Alternative?

Die Einnahme, auf Deinen Bedarf abgestimmter Kupferpräparate, kann bei einem bestehenden und diagnostizierten Mangel durchaus eine kurzfristige Alternative zur Versorgung über kupferhaltige Lebensmittel sein.

Aber Vorsicht: Diese sind nur dann sinnvoll, wenn Dein Kupferspiegel nachgewiesener Maßen zu niedrig ist. Ein Bluttest kann dabei aufschlussreich sein.

Welche Präparate gibt es?

Für gewöhnlich handelt es sich bei Kupferpräparaten um Tabletten oder Kapseln.

Worauf solltest Du bei den Präparaten achten?

Du solltest vor allem darauf achten, dass die Dosis auf Dich abgestimmt ist – so kannst Du eine Überversorgung vermeiden.

Was passiert bei einer Überversorgung?

Eine Kupferüberversorgung allein durch eine ausgewogene Ernährung ist kaum möglich. Weitaus häufiger kommt es durch die Einnahme von Kupferüpräparaten zu einer Überversorgung beziehungsweise zu einer Kupfervergiftung. Möglich sind dann diese Folgen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Schäden an Nieren und Leber bis hin zum Versagen dieser Organe
  • Krämpfe
  • Kreislaufversagen bis hin zum Schock und Koma

Wie sollten kupferhaltige Lebensmittel aufgenommen werden?

Zink hemmt die Aufnahme von Kupfer, Selen fördert sie hingegen. Du solltest es also vermeiden, zugleich kupferhaltige Lebensmittel und Nahrungsmittel mit einem hohen Zinkgehalt zu essen. Bevorzuge hingegen den Verzehr selenhaltiger Nahrungsmittel in Kombination mit kupferreicher Nahrung.

Quellen

  • Michael Huber: Kupfer : das rote Metall. Weise, 20013, ISBN 392165663X
  • Heinrich Strothmann: Kupfer und Blutbildung. 1936, Hochschulschrift, Greifswald, Med. Diss., DNB L351272356
  • Georg Schwedt: Kupfer. In „Chemie in unserer Zeit“, 45(2011), 3, Wiley-Blackwell, ISSN 0009-2851
  • L. Johannsen: Kupfer. In „Fresenius Zeitschrift für Analytische Chemie“, 225(1967), 1, Springer Science + Busiess Media, ISSN 0016-1152
  • Samuel Parkes: Grundsätze der Chemie : durch Versuche und Kupfer erläutert nebst einem Anhange, die neuesten chemischen Entdeckungen enthaltend. Leipzig, 1822, URN 14-ppn3248221385
  • C. Mahr: Anorganische Komplexverbindungen in der analytischen Chemie. Nachweis und Bestimmung des Kupfers. In „Z. Anorg. Allg. Chem., 225(1935), 4, Wiley-Blackwell, ISSN 0863-1786
  • Max von Pettenkofer: Ueber Kupfer-Amalgam. In „Annalen der Chemie und Pharmacie“, 70(1849), 3, Wiley-Blackwell, ISSN 0075-4617

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