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Lebensmittel mit Tyrosin können Deine Konzentration sowie Dein Denkvermögen verbessern. Lies hier, welche Lebensmittel am meisten Tyrosin enthalten

 

Tyrosinhaltige Lebensmittel

Warum ist Tyrosin wichtig?

Bei Tyrosin handelt es sich um eine Aminosäure, die sowohl vom Körper selbst aus Phenylalanin gebildet, als auch über die Nahrung aufgenommen werden kann.

Die Substanz ist lebenswichtig, denn sie ist an zahlreichen Prozessen beteiligt. Als Aufbaustoff dient sie zur Bildung von Hormonen, Geweben, Melanin und Botenstoffen, sie hält Nerven stark und gesund und ist entscheidend für die Belastungsfähigkeit. Auch wenn Dein Körper die Aminosäure selbst herstellen kann, solltest Du daher öfter tyrosinhaltige Lebensmittel auf den Speiseplan setzen.

Tagesbedarf an Tyrosin

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung – kurz auch DGE genannt – macht bisher keine Angaben zum Tagesbedarf an Tyrosin. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt den kombinierten Tagesbedarf von Tyrosin und Phenylalanin mit 14 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht an. Für eine 60 Kilogramm schwere Frau wären das also 840 Milligramm.

Der Tagesbedarf steigt allerdings, während der Schwangerschaft und Stillzeit. Da Säuglinge und Kleinkinder die semi-essenzielle Aminosäure noch nicht selbst produzieren können, müssen sie über die Mutter beziehungsweise Muttermilch mitversorgt werden. Für (werdende) Mütter ist es also besonders wichtig, auf eine tyrosinreiche Ernährung zu achten.

Tyrosinhaltige Lebensmittel

Haferflocken

Enthalten 609 µg Zink /100 g

Die schmackhaften Getreideflocken sind gute Zinklieferanten. Durch das Spurenelement kann Deine Testosteronproduktion angeregt werden.

 

Weiße Bohnen

Enthalten 870 mg Tyrosin /100 g

Weiße Bohnen können sehr vielfältig verwendet werden – in Eintöpfen, Suppen oder auch als Salat. Dabei liefern sie wertvolles Protein, wie Tyrosin.

 

 

Kabeljau

Enthält 709 mg Tyrosin /100 g

Kabeljau liefert sehr viel wertvolles Eiweiß – darunter auch die semi-essentielle Aminosäure Tyrosin.

 

 

 

Limabohnen

Enthalten 120 mg Tyrosin /100 g

Die großen Bohnenkerne enthalten viele wertvolle Nährsstoffe und so auch die semi-essentielle Aminosäure Tyrosin.

 

 

Gouda

Enthält 1204 mg Tyrosin /100 g

Der, traditionell, aus der gleichnamigen Stadt stammende Gouda liefert Dir reichlich Eiweiß und ist damit auch eine gute Tyrosinquelle.

 

 

Fleisch

Enthält 710 mg Tyrosin /100 g

Egal ob Schwein, Rind oder Geflügel – Fleisch liefert Dir reichlich tierisches Eiweiß und damit auch eine beachtliche Menge an Tyrosin.

 

Sojabohnen

Enthalten 430 mg Tyrosin /100 g

Sojabohnen sind echte Powerpakete. Sie enthalten viele wichtige Inhaltsstoffe – so auch die semi-essentielle Aminosäure Tyrosin.

 

 

Kochschinken

Enthält 946 mg Tyrosin /100 g

Kochschinken ist von Natur aus besonders fettarm, dafür aber eiweißreich. Dadurch kann er DIr viel Tyrosin liefern und zu Deiner Versorgung beitragen.

 

 

Erdnüsse

Enthalten 1211 mg Tyrosin /100 g

Erdnüsse gehören, botanisch gesehen, zu den Hülsenfrüchten und können gut zu Deiner Tyrosinversorgung beitragen.

 

 

Erbsen

Enthalten 350 mg Tyrosin /100 g

Erbsen enthalten eine nennenswerte Menge Tyrosin und können so zu Deiner Versorgung beitragen.

 

 

 

Was passiert, wenn Du zu wenig tyrosinhaltige Lebensmittel isst?

Es kann ein Tyrosinmangel entstehen, der sich durch die folgenden Anzeichen bemerkbar machen kann:

  • Herz-Kreislauf-Störungen und Störungen der Herzfrequenz
  • Nachlassen der edächtnisleistung und Konzentration
  • Störungen der Koordination
  • Schwankungen des Insulin- und Blutzuckerspiegels
  • Veränderungen des Stoffwechsels

Tyrosinpräparate als Alternative?

Bei einem niedrigen Tyrosinspiegel oder erhöhter Belastung, beispielsweise während der Stillzeit, in Stress-Phasen oder bei Diäten kann die vorübergehende Einnahme eines entsprechenden Präparats durchaus sinnvoll sein. Darauf sollte jedoch dringend verzichtet werden, wenn eine der folgenden Krankheiten besteht:

  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Schizophrenie
  • Krebs
  • Basedow’sche Krankheit

Welche Präparate gibt es?

Für gewöhnlich handelt es sich hierbei um Tabletten, Pulver oder Kapseln.

Worauf solltest Du bei den Präparaten achten?

Vor allem solltest Du auf eine abgestimmte Dosis achten. Hierfür ist es sinnvoll, vor der Einnahme Deinen aktuellen Tyrosinspiegel durch einen Bluttest festzustellen.

Was passiert bei einer Überversorgung?

Eine Tyrosinüberversorgung ist allein durch eine ausgewogene Ernährung kaum möglich, zumal die Aminosäure schnell abgebaut wird. Weitaus häufiger kommt es durch die Einnahme von Präparaten zu einem temporären Überschuss. Die möglichen, jedoch in der Regel sehr milden Folgen können folgende sein:

  • Kopfschmerzen
  • Sodbrennen
  • Müdigkeit
  • Gelenkschmerzen

Wie sollten tyrosinhaltige Lebensmittel aufgenommen werden?

Am Besten sollten diese roh gegessen oder schonend gegart werden. Denn dann reichen bereits geringe Lebensmittelmengen aus, um Deinen Bedarf zu decken.

Quellen

  • Barry J. Goldstein: Tyrosine phosphoprotein phosphatases. Oxford University Press, 1998, ISBN 0198502478
  • Serena Germano: Receptor tyrosine kinases : methods and protocols. Humana Press, 2014, ISBN 1493917889
  • M. Dae͏̈ron: Immunoreceptor tyrosine-based inhibition motifs. Springer, 1999, ISBN 3540657894
  • Theodor Weyl: Über Eiweißverdauung und über Spaltung des Tyrosins durch Fäulniss. Erlangen, 1879, DNB 419811575
  • Marc Daeron: Immunoreceptor tyrosine-based inhibition motifs. Springer, 2012, ISBN 3642636349
  • Ludwig M.G. Heilmeyer Jr.: Tyrosine phosphorylation/dephosphorylation and downstream signalling. Springer, 2011, ISBN 3642782493
  • Jean H. Overmeyer: Tyrosine Phosphorylation of Rab Proteins. In „Methods in Enzymology“, 2005, ISSN 0076-6879

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