Getreide und auch wieder nicht – Quinoa ist ein sogenanntes Pseudogetreide. Im Vergleich zu anderen Getreidesorten bietet Quinoa extrem viel Eiweiß, enthält jedoch kein Gluten.

Quinoa

Was ist Quinoa?

Quinoa wird aufgrund seiner Nährwerte und seiner einfachen Kultur bereits seit mehr als 5000 Jahren in den Anden angebaut. Tatsächlich ist das Gewächs aber nicht mit Weizen, Gerste und Co., sondern viel näher mit Gemüsen, wie Rüben und Spinat verwandt.

Mit der zunehmenden Verbreitung der vegetarischen und veganen Lebensweise hat auch Quinoa an Bedeutung und Bekanntheit zugenommen. Nicht zuletzt, weil das Pseudogetreide eine gesunde Alternative, beispielsweise bei Glutenunverträglichkeiten ist oder durch seine Inhaltsstoffe zu einer guten Versorgung mit Nährstoffen beiträgt.

Wie schmeckt Quinoa?

Das Pseudogetreide Quinoa schmeckt in erster Linie nussig und weniger nach Getreide. Durch sein Aroma lässt es sich wunderbar mit süßen und herzhaften Lebensmitteln kombinieren.

Warum ist Quinoa so gesund?

Quinoa enthält eine Menge an wichtigen Nährstoffen wie Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren aber auch die Vitamine A, B, D, E und K sind enthalten. Ebenso enthält Quinoa viele Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Phosphor, Calcium und Zink, und ist mit dieser Vielfalt an Inhaltsstoffen eine wunderbare Quelle wertvoller Vitalstoffe, besonders für Vegetarier und Veganer.

Wie sollte Quinoa dosiert werden?

Da es sich bei Quinoa nicht um eine Nahrungsergänzung, sondern um ein Lebensmittel handelt, gibt es keine einzuhaltende Dosierung. Selbstverständlich ist es nicht ratsam, sich ausschließlich von dem Pseudogetreide zu ernähren, aber zu einer Überversorgung kann es in der Regel nicht kommen.

Quinoa Wirkung & Nebenwirkung: Das kann Quinoa

Gerade für Veganer und Vegetarier kann es bei der rein pflanzlichen Versorgung mit Eiweiß und Eisen etwas langweilig werden. Vor allem dann, wenn zusätzlich zur fleischfreien Ernährung noch eine Zöliakie besteht oder Gluten aus anderen Gründen vom Speiseplan gestrichen wird.

Quinoa stellt für Vegetarier und Veganer somit eine weitere gute Eiweißquelle dar und ist in der Zubereitung vielseitig einsetzbar.

Die Wirkung von Quinoa

Aminosäuren, Mineralstoffe und Fettsäuren, dazu Vitamine und Ballaststoffe – Quinoa stellt eine nahezu umfassende Versorgung sicher. Dadurch wirkt sich die regelmäßige Aufnahme auf den gesamten Organismus aus. Zwar ist das Lebensmittel keine Wunderwaffe, es kann die Ernährung aber bereichern und abrunden.

Der regelmäßige Verzehr von Quinoa bringt dem Körper viele gute Nährstoffe und kann jede Ernährung bereichern. Als Alternative zu allen Getreiden stellt es eine hervorragende glutenfreie Alternative dar.

Dazu kannst Du mit folgenden positiven Auswirkungen rechnen:

  • Säure-Basen-Haushalt: Quinoa ist basisch und hat daher einen positiven Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Dadurch wirkt es der Übersäuerung und sämtlichen damit verbundenen Symptomen entgegen.
  • Stoffwechsel: Da Quinoa kein Gluten enthält, dafür aber reich an Nähr-, Vital- und Ballaststoffen ist, wird die Darmflora positiv beeinflusst. Zudem wird der Stoffwechsel angeregt und die Verdauung reguliert.
  • Cholesterinspiegel und Gefäße: Quinoa vermag es, den Cholesterinspiegel zu senken. Ganz nebenbei hat es einen vorbeugenden Effekt gegenüber Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Leistungsfähigkeit: Das Pseudogetreide verhilft durch die ausgewogenere Nährstoffaufnahme zu einem gesünderen, tieferen und erholsameren Schlaf, es hebt die Stimmung und reduziert Schmerzen. Dadurch kann es das Allgemeinbefinden verbessern und sowohl die körperliche als auch geistige Leistungsfähigkeit steigern.

Gesundheitlicher Nutzen von Quinoa

Rundum-Versorgung mit Vital-, Mineral- und Nährstoffen ganz ohne Gluten, dafür viel Eiweiß und Eisen – es ist wahrlich nicht verwunderlich, dass das Pseudogetreide in der fleischfreien Ernährung so beliebt ist. Kombiniert mit Gemüse und Kräutern gibt Quinoa eine ausgewogene und vollwertige Mahlzeit ab, die nicht beschwert und zudem den Verdauungstrakt schont.

Kannst Du durch Quinoa abnehmen?

Quinoa macht angenehm satt und senkt den Cholesterinspiegel, dazu reguliert es den Blutzucker und kann so sowohl Leistungstiefs als auch Heißhunger vorbeugen. Bereits hierdurch macht es eine ausgewogene Ernährung und das Abnehmen leichter. Die gezielte Gewichtsreduktion wird weiterhin vereinfacht, da Quinoa länger sättigt und für einen regulierten Blutzucker sorgt.

Quinoa selbst anbauen: Was muss ich beachten?

Im Gegensatz zu vielen anderen exotischen Superfoods lässt sich Quinoa auch in den hiesigen Gefilden vergleichsweise problemlos kultivieren. Viel Aufwand ist dazu nicht von Nöten, wohl aber das richtige Wissen.

Quinoa pflanzen

Die Quinoa-Samen werden einzeln und mit großem Abstand auf Anzuchterde gegeben, leicht angedrückt und mit wenig Substrat bedeckt. Danach wird das Pflanzgefäß an einen warmen und sonnigen Ort, beispielsweise die Fensterbank, gebracht.

Am besten geschieht das Säen zwischen Mitte und Ende April.

Pflege der Quinoa-Pflanzen

Mit Beginn der frostfreien Zeit darf die Quinoa ins Freie wandern und hier auch in ein Beet gepflanzt werden. Ein Düngen der einjährigen Pflanze ist nicht nötig und auch ständiges Gießen ist nicht erforderlich. Bei anhaltender Trockenheit sollte aber durchaus regelmäßig gewässert werden.

Ernte und Aufbereitung

Die Erntezeit beginnt, wenn die Quinoa-Gewächse zu Beginn des Herbstes klar erkennbare Samen bilden. Dann werden die Samenstände abgeschnitten, leicht getrocknet und im Anschluss ausgeklopft. Dabei sollten die Stängel in einen Beutel gesteckt werden, damit die winzigen Samen nicht verloren gehen.

Trocken, kühl und dunkel aufbewahrt können sich die Samen über lange Zeit halten. Sie dürfen aber natürlich auch direkt nach der Ernte verwendet werden.

Wie isst oder trinkst Du Quinoa?

Von aufgequollenen Quinoa-Samen bis zum glutenfreien Quinoa-Bier: Das Pseudogetreide ist in der Zubereitung vielfältig und gibt viel kreative Freiheit. Nudeln, Müsli, Smoothies, Kuchen und Brot, Brei oder Eintopf kann aus den Samen hergestellt werden.

Mittlerweile finden sich zahlreiche Rezepte zur Zubereitung von Quinoa und wenn Du den Umgang mit den Samen gelernt hast, kannst Du selbst kulinarisch kreativ werden.

Quellen

  • Kevin Murphy: Quinoa : improvement and sustainable production. John Wiley & Sons, Inc. 2015, ISBN 9781118628102
  • Solveig Danielsen: Diseases of Quinoa ( Chenopodium quinoa ). In „Food Reviews International“, 19(2003), 1-2, S.43-59, ISSN 8755-9129
  • U. Siedentopp: Lebensmittelportrait Quinoa. In „Deutsche Zeitschrift für Akupunktur“, 47(2004), 4, S. 52 – 53, ISSN 0415-6412
  • K. Lorenz: Enzyme activities in quinoa (Chenopodium quinoa). In „International Journal of Food Science & Technology“, 24(1989), 5, S. 543 – 551, ISSN 0950-5423
  • Reinhard Lieberei: Nutzpflanzenkunde : 118 Tabellen. Thieme, 2007, ISBN 9783135304076
  • Adams Media: Macrobiotics : 50 Essential Recipes for Today’s Busy Cook. F+W Media, 2012, ISBN 9781440563812
  • Edward R. Rosick: Everything Guide to the Acid Reflux Diet : Manage Your Symptoms, Relieve Pain, and Heal Your Acid Reflux Naturally. F+W Media, 2015, ISBN 9781440586279
  • Nowak, V., et al. (2016). „Assessment of the nutritional composition of quinoa (Chenopodium quinoa Willd.).“ Food Chem 193: 47-54.

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