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Lachsfilet auf einem Teller

Gesunde Fette – was ist das eigentlich? Damit sind häufig essentielle Fettsäuren gemeint, die einen großen Einfluss auf Deine Gesundheit haben können. Dabei handelt es sich um die Omega-6 Fettsäure Linolsäure und die Omega-3 Fettsäure Alpha-Linolensäure. Diese Fettsäuren sind sowohl metabolisch als auch funktionell voneinander abzugrenzen und weisen häufig entgegengesetzte Funktionen im Körper auf. Ein Gleichgewicht der essentiellen Fettsäuren, oder viel mehr das Omega-6/Omega-3 Verhältnis, ist demnach sehr wichtig für einen guten Gesundheitszustand und eine normale Entwicklung.

Dabei ist schon lange klar, dass Fett nicht gleich Fett ist. Doch was sind eigentlich Fettsäuren und wie unterscheiden sich diese? Was verbirgt sich hinter den Begriffen „gesättigte“, „ungesättigte“ und „trans-Fettsäuren“ und was bedeutet „essentiell“? Denn die einzelnen Fettsäuren unterscheiden sich nicht nur in ihrer Wirkung im Körper sondern auch in ihrer Struktur, die im direkten Zusammenhang mit ihrer physiologischen Funktion steht.

Was sind Fettsäuren?

Alle Makronährstoffe können in ihre Grundbausteine zerlegt werden. So bestehen Kohlenhydrate aus Einfachzucker, während Proteine aus Aminosäuren aufgebaut sind. Unsere Fette werden dabei durch Fettsäuren gebildet. Hierbei unterscheidet man zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Diese Fettsäuren haben eine Vielzahl von Funktionen. Sie können zum Beispiel zur Energiebereitstellung verwendet werden, weshalb große Mengen im Fettgewebe gespeichert werden und als Energiereserven dienen. Da einige Fettsäuren auch als Bausteine in Zellmembranen (Außenhülle von Zellen und Zellorganellen) vertreten sind, kommt ihnen eine ganz besondere Bedeutung zu.

Vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren spielen hierbei eine wichtige Rolle, denn sie kommen vermehrt in den Membranen der Nervenzellen des Gehirns vor. Somit sind sie für unsere mentale Gesundheit und kognitiven Funktionen unentbehrlich. Zudem dienen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren dem Aufbau von hormonähnlichen Botenstoffen, den sogenannten Eicosanoiden. Diese Botenstoffe nehmen eine Vielzahl von Funktionen ein, dabei sind sie beispielsweise maßgeblich an dem Ablauf von Entzündungsreaktionen und der Immunantwort beteiligt. Des Weiteren tragen sie auch zur Regulation der Blutgerinnung und des Blutdrucks bei.

Struktur der Fettsäuren

Aber was unterscheidet denn eigentlich gesättigte von ungesättigten Fettsäuren? Das Grundgerüst der Fettsäuren besteht aus einer langen Kette aus Kohlenstoffatomen mit einer Säuregruppe (Carboxylgruppe) am einen Ende und einer sogenannten Methylgruppe am anderen Ende. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Fettsäuren in ihrer Kettenlänge, also der Anzahl an Kohlenstoffatomen und der Anzahl und Position der Doppelbindungen. Je nach Kettenlänge unterscheidet man also kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren. Wobei kurzkettige Fettsäuren (weniger als 6 Kohlenstoffatome) kaum in der Natur vorkommen und hauptsächlich beim Abbau von Ballaststoffen durch unsere Darmbakterien gebildet werden. Mittelkettige Fettsäuren weisen 6-12 Kohlenstoffatome auf und kommen unter anderem in Kokos- und Milchfett vor, sind aber ansonsten auch eher selten in der Nahrung vertreten. Am häufigsten kommen somit langkettige Fettsäuren (über 12 Kohlenstoffatome) vor.

Zwischen den einzelnen Kohlenstoffatomen können auch Doppelbindungen auftreten, die normalerweise über Einfachbindungen miteinander verbunden sind. Gesättigte Fettsäuren weisen keine Doppelbindungen auf, wohingegen ungesättigte Fettsäuren eine oder mehrere Doppelbindungen besitzen. Man spricht hierbei von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA = polyunsaturated fatty acids) wenn zwei oder mehr Doppelbindungen auftreten. Man unterscheidet zudem zwischen den zwei großen Gruppen, den Omega-3 und den Omega-6 Fettsäuren. Dabei ist die Position der ersten Doppelbindung (von der Methylgruppe aus gesehen) entscheidend für die Einteilung. Kommt die Doppelbindung an dritter Position spricht man von Omega-3 Fettsäuren, tritt sie stattdessen an sechster Position auf, handelt es sich um eine Omega-6 Fettsäure. Die Bezeichnung Omega ist auf den letzten Buchstaben des griechischen Alphabets zurückzuführen, der sinnbildlich für das Ende der Fettsäure (Methylgruppe) stehen soll.

Essentielle Fettsäuren

Der Begriff „essentiell“ beschreibt hierbei, dass unser Körper diese Nährstoffe nicht selbst bilden kann. Wir sind demnach auf eine regelmäßige Aufnahme dieser essentiellen Nährstoffe mit der Nahrung angewiesen. Auch essentielle Fettsäuren zählen zu den lebenswichtigen Nährstoffen, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Zu diesen essentiellen Fettsäuren zählen demnach die Omega-3 Fettsäure Alpha-Linolensäure und die Omega-6 Fettsäure Linolsäure. Beide Fettsäuren sind dabei mehrfach ungesättigt und weisen 18 Kohlenstoffatome auf. Wie zuvor beschrieben liegt der strukturelle Unterschied hierbei in der Position der ersten Doppelbindung, aber auch die Anzahl dieser unterscheidet sich. Während alpha-Linolensäure 3 Doppelbindungen aufweist, besitzt Linolsäure nur 2 Doppelbindungen in der Kohlenstoffkette.

Trans-Fettsäuren

Aber was hat es mit den trans-Fettsäuren auf sich? Denn hierbei handelt es sich ebenfalls um ungesättigte Fettsäuren. Allerdings weisen diese eine andere Form (trans-Form) auf als die übrigen ungesättigten Fettsäuren, die hauptsächlich in der cis-Form vorkommen und so vorwiegend als flüssige Öle vorliegen. Durch die Härtung dieser Fette, die hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie angewandt wird, entstehen die sogenannten trans-Fettsäuren. Das passiert unter anderem bei der Herstellung von festen, streichfähigen Fetten, die sich vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln befinden (z.B. industrielle Backwaren und Snacks). Aber auch beim langen Erhitzen von Pflanzenölen (z.B. beim Frittieren) können trans-Fettsäuren gebildet werden, weshalb vor allem Fast Food bedenklich ist. Denn diese trans-Fettsäuren sind als besonders gesundheitsschädlich anzusehen, da sie unseren Fettstoffwechsel stören und so unter anderem das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöhen.

Omega-3 Fettsäuren

Zu den Omega-3 Fettsäuren zählen die Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Dabei wird vor allem ALA mit der Nahrung aufgenommen und zu EPA und DHA im Körper umgewandelt. So findet sich ALA unter anderem in Pflanzen- und Samenölen wie beispielsweise Lein-, Walnuss- und Rapsöl wieder. Demnach sind auch Leinsamen, Walnüsse und Chiasamen eine gute ALA Quelle. Aber auch grüne Blattgemüse enthalten ALA in ihren Chloroplasten. Die Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA können bei dem Verzehr von Fisch aufgenommen werden. Hierbei ist vor allem fettreicher Fisch wie Lachs, Makrele, Thunfisch oder Sardinen besonders reich an diesen Fettsäuren. Der tägliche Bedarf an Omega-3 Fettsäuren kann aber auch über die Einnahme von Supplementen, wie zum Beispiel Fischölkapseln oder Algenöl gedeckt werden.

 

Die drei wichtigsten Vertreter:

 

  • Alpha-Linolensäure (ALA; 18 Kohlenstoffatome, 3 Doppelbindungen)
  • Eicosapentaensäure (EPA; 20 Kohlenstoffatome, 5 Doppelbindungen)
  • Docosahexaensäure (DHA; 22 Kohlenstoffatome, 6 Doppelbindungen)

Während gesunde Erwachsene täglich 30% der Energie über die Fettzufuhr decken sollten, wird für die essentielle Omega-3 Fettsäure ALA ein Anteil von 0,5% empfohlen.

Wie wirken Omega-3 Fettsäuren im Körper?

Den Omega-3 Fettsäuren werden unter anderem entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Das liegt vor allem an den aus EPA und DHA gebildeten Eicosanoiden. Im Körper von Säugetieren, einschließlich dem Menschen, kommen diese Fettsäuren vermehrt im Gehirn (Großhirnrinde), Auge (Retina), in den Hoden und in Spermien vor.  Demnach weisen Omega-3 Fettsäuren eine Vielzahl an Funktionen auf. Dazu zählen sowohl die Herzkreislaufgesundheit, als auch die kognitive Leistungsfähigkeit, die Sehkraft, aber auch die Reproduktion und Fruchtbarkeit. Mehr zu der Wirkung von Omega-3 Fettsäuren findest Du hier.

 

Omega-6 Fettsäuren

Auch die Omega-6 Fettsäuren sind zum Teil essentielle Fettsäuren. Zu ihnen zählen unter anderen die Linolsäure (LA), Gamma-Linolensäure (GLA), Dihomogammalinolensäure (DGLA) und Arachidonsäure (AA). Dabei ist LA der bekannteste Vertreter in der modernen westlichen Ernährung. Die Aufnahme dieser Fettsäure erfolgt hierbei vor allem durch Pflanzenöle wie Sonnenblumen-, Soja- und Maisöl. Aber auch tierische Lebensmittel wie beispielsweise Eier, Milch und Fleisch enthalten LA. Prinzipiell ist der Anteil von Omega-6 Fettsäuren in der Nahrung höher als der Gehalt an Omega-3 Fettsäuren. Allerdings enthalten vor allem die zuletzt genannten Lebensmittel heutzutage einen höheren Anteil an Omega-6 Fettsäuren durch moderne und industrielle Haltungs- und Fütterungsbedingungen der Tiere als noch vor einem Jahrhundert.

 

Die vier wichtigsten Vertreter:

 

  • Linolsäure (LA; 18 Kohlenstoffatome, 2 Doppelbindungen)
  • Gamma-Linolensäure (GLA; 18 Kohlenstoffatome, 3 Doppelbindungen)
  • Dihomogammalinolensäure (DGLA; 20 Kohlenstoffatome, 3 Doppelbindungen)
  • Arachidonsäure (AA; 20 Kohlenstoffatome, 4 Doppelbindungen)

Die täglich empfohlene Aufnahme der essentiellen Omega-6 Fettsäure LA gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. mit 2,5% der Gesamtenergie an. Dieser Wert gilt hierbei für gesunde Erwachsene, während diskutiert wird ob Schwangere und Stillende eventuell einen geringfügig höheren Bedarf haben. Dies betrifft unter anderem auch die Omega-3 Fettsäuren.

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Wie wirken Omega-6 Fettsäuren im Körper?

Natürlich sind auch die Omega-6 Fettsäuren wichtig für unsere Gesundheit und dienen unter anderem als Baustoff für Zellmembranen. Des Weiteren sind sie maßgeblich an der Immunantwort des Körpers beteiligt. Die Omega-6 Fettsäure AA wird dabei vor allem in Eicosanoide umgewandelt, die allgemein als entzündungsfördernd gelten. Dabei ist eine kurzzeitige Entzündung erstmal nichts Schlechtes und hilft dem Körper dabei unerwünschte Eindringlinge wie zum Beispiel Bakterien, Pilze und Viren abzuwehren. Demnach ist eine Entzündungsreaktion eine normale Reaktion des Körpers, um so beispielsweise eine Infektion zu verhindern oder zu bekämpfen. Allerdings gibt es auch Hinweise darauf, dass Omega-6 Fettsäuren zusätzlich anti-entzündliche Eigenschaften aufweisen und an der Beendigung der Entzündungsreaktion beteiligt sein könnten. Diese Effekte sollten jedoch weiterhin genauer erforscht werden, um eine bessere Aussage zur Funktionsweise dieser Fettsäuren treffen zu können

Allgemein ist eine Entzündung ein komplexer Vorgang, an dem eine Vielzahl an Zellen des Immunsystems und Effektormoleküle beteiligt sind. Kommt es hierbei zu einem Ungleichgewicht oder einer Fehlsteuerung können chronische Entzündungen, Allergien und Autoimmunerkrankungen die Folge sein. Im Folgenden kann diese chronische Entzündung zu Gewebeschäden führen und so den Körper stark beeinträchtigen. Der Körper benötigt somit sowohl entzündungshemmende als auch entzündungsfördernde Botenstoffe und Signale, um den normalen Ablauf der Entzündungsreaktion zu gewährleisten. Dabei ist die Balance entscheidend!

In der folgenden Tabelle findest Du eine Zusammenfassung der entgegengesetzten Funktionen der Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren. Dabei wird ein entzündungsneutraler Zustand geschaffen, wenn sich die Fettsäuren im Gleichgewicht befinden.

Das optimale Verhältnis der essentiellen Fettsäuren

Heutzutage weiß jeder, dass die Ernährung einer der wichtigsten Faktoren ist, der zu unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden beiträgt. Dadurch, dass es über die letzten Jahrhunderte bzw. Jahrtausende drastische Veränderungen in unserem Ernährungsverhalten und der Ernährung allgemein gab, sind wir uns diesem Umstand mehr als bewusst. Diese Veränderung ging dabei mit einem Anstieg bestimmter ernährungsbedingter Folgeerscheinungen und Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen einher. Hinzu kommt, dass sich unsere Gene in dieser Zeitspanne nur sehr wenig verändert haben. Somit leben wir in einer Zeit, in der sich unsere Ernährung zwar entscheidend von der damaligen (z.B. die der Jäger und Sammler) unterscheidet, wohingegen unsere Gene aber immer noch auf diese Ernährungsform ausgelegt sind.

Dieser Wandel wird vor allem in der Art und dem Anteil der essentiellen Fettsäuren unserer Nahrung sichtbar. Somit wurde auch das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren wesentlich beeinflusst. Während sich unsere Vorfahren auf einem Omega-6/Omega-3 Verhältnis von ungefähr 1:1 entwickelt haben, weist die moderne westliche Ernährung ein deutlich höheres Verhältnis auf. In der Literatur wird dieses dabei teilweise mit 15:1 bis 20:1 angegeben. Das bedeutet, dass wir einen übermäßigen Anteil an Omega-6 Fettsäuren zu uns nehmen, während unsere Ernährung einen Mangel an Omega-3 Fettsäuren aufweist. Dieses Verhältnis wird häufig herangezogen, um einen Bezug zu der Gesundheit bzw. bestimmten Erkrankungen herzustellen. So wird sogar diskutiert, ob dieses Verhältnis auf den Lebensmitteltabellen gekennzeichnet werden soll.

Demnach ist eine ausgeglichene Aufnahme von Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren besonders wichtig. Zur Bestimmung des Verhältnisses werden dabei häufig nur LA und ALA als essentielle Fettsäuren verwendet. Das optimale Verhältnis wird hierbei häufig mit 5:1 angegeben. Allerdings kann sich das optimale Omega-6/Omega-3 Verhältnis zwischen verschiedenen Erkrankungen unterscheiden. Vor allem bei den chronischen Erkrankungen, die durch verschiedenste Faktoren zustande kommen, kann eine optimale Dosis der einzelnen Fettsäuren nur schwer bestimmt werden.

Auswirkungen eines Ungleichgewichts von Omega-6 und Omega-3

Essentielle Fettsäuren müssen dem Körper somit kontinuierlich zugeführt werden, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermeiden. Allerdings sollte hierbei auf eine ausgeglichene Aufnahme geachtet werden. Denn ein hoher Anteil an Omega-6 Fettsäuren in der Ernährung und ein hohes Omega-6/Omega-3 Verhältnis wird mit dem Risiko für viele Erkrankungen in Verbindung gebracht. Zu diesen Erkrankungen zählen unter anderem Herzkreislauferkrankungen, Adipositas, Diabetes und Krebs. Aber auch entzündliche und Autoimmunerkrankungen wie Arthrose und sogar Depressionen wurden bereits mehrfach mit einem Ungleichgewicht im essentielle Fettsäuren-Haushalt assoziiert.

Aber warum ist das überhaupt problematisch? Essentielle Omega-6 Fettsäuren sind natürlich nicht per se entzündungsfördernd. Vielmehr geht es dabei um die daraus gebildeten Eicosanoide. Dafür muss die Omega-6 Fettsäure LA allerdings erstmal in die längere AA umgewandelt werden, aus der dann letztendlich die Eicosanoide gebildet werden. Auch die Omega-3 Fettsäure ALA muss in die längere EPA und DHA umgewandelt werden. Bei diesen Aufbauprozessen verwendet der Körper allerdings die gleichen Enzyme. Somit kommt es zu einem Konkurrenzkampf der Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren um diese Enzymsysteme. Da der Anteil an Omega-6 Fettsäuren in der heutigen Ernährung durch raffinierte Pflanzenöle und Fertigprodukte sehr hoch ist, wird dieses Problem zusätzlich verstärkt. Demnach werden die entzündungsfördernden Eicosanoide vermehrt gebildet, wobei der Mangel an Omega-3 Fettsäuren in der Ernährung dazu beitragt, dass die entzündungshemmenden Eicosanoide nur begrenzt vorkommen.

Ein Ausgleich des Omega-6/3 Verhältnisses ist somit ein wichtiger Schritt, um zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen vorzubeugen und trägt unter anderem auch zum Management von Übergewicht bei. Da besonders Übergewicht in der heutigen Zeit ein großes Problem der Bevölkerung darstellt, sollte vor allem hier angesetzt werden. Dabei hat Übergewicht einen komplexen Ursprung, der die fehlerhafte Regulation verschiedener Organsysteme und molekularer Signalwege beinhaltet. Außerdem spielen hier unsere DNA als auch die Darmmikrobiota eine entscheidende Rolle. Ein ausgeglichenes Omega-6/Omega-3 Verhältnis wäre demnach nur einer der möglichen Ansatzpunkte.

Wie kann man das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 ausgleichen?

Es wird also schnell deutlich, dass ein Ausgleich des Omega-6/Omega-3 Verhältnisses wichtig ist, um langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit vermeiden zu können. So wird die erhöhte Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren häufig dafür genutzt, um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken. Dabei steht diese Ernährungsintervention mit einer Reduktion des Körpergewichts und Regulation des Appetits in Verbindung. Des Weiteren ist die erhöhte Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren mit einer verminderter Sterberate bei Herzkreislauferkrankungen und einem vermindertem Risiko für Depressionen und Krebs assoziiert.

Du denkst, dass auch Dein Omega-6/Omega-3 Verhältnis unausgeglichen sein könnte und möchtest aktiv was für deine Gesundheit tun? Dann teste Dich jetzt! Denn wir bei Lykon bieten Dir den myOmegas an, bei dem die essentiellen Omega-Fettsäuren in Deinem Blut bestimmt werden. So kannst Du frühzeitig gesundheitliche Risiken erkennen und aktiv werden.

 

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7 Tipps, Ideen und Empfehlungen, um Dein Omega-6/Omega-3 Verhältnis auszugleichen

  1. Versuche raffinierte Pflanzenöle weitestgehend zu vermeiden. Dabei sind vor allem Soja-, Mais- und Sonnenblumenöl besonders reich an Omega-6 Fettsäuren und weisen nur einen geringen Anteil an Omega-3 Fettsäuren auf. Natürlich ist es kein Problem ab und an diese geschmacksneutralen Öle zu verwenden (z.B. zum Backen), sie sollten aber nicht Dein Hauptöl in der Küche sein.
  2. Verwende ein gutes natives Olivenöl. Es weist eine deutlich bessere Fettsäuren-Zusammensetzung auf und enthält unter anderem sekundäre Pflanzenstoffe, die ebenfalls einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben.
  3. Lein- und Walnussöl haben einen besonders hohen Anteil an Omega-3 Fettsäuren. Diese Öle kannst Du super für Salate verwenden oder herzhafte Speisen damit verfeinern. Ein Esslöffel Leinöl pro Tag kann schon positive Effekte auf deine Gesundheit haben.
  4. Vermeide nach Möglichkeit den übermäßigen Verzehr von Fertigprodukten und Fast Food. Hier ist der Gehalt an trans-Fettsäuren und Omega-6 Fettsäuren besonders hoch.
  5. Achte allgemein auf eine gute Omega-3 Zufuhr. Dieser wird zum Beispiel über fettreichen Seefisch (Lachs, Makrele, Hering und Sardinen) gedeckt. Aber auch einige pflanzliche Produkte weisen einen guten Gehalt an Omega-3 Fettsäuren auf. So sind vor allem Walnüsse, Leinsamen und Chiasamen eine gute Omega-3 Quelle (zum Beispiel 10g Leinsamen oder Chiasamen für Dein Müsli).
  6. Falls Du meinst Deinen Tagesbedarf an Omega-3 Fettsäuren nicht durch normale Lebensmittel decken zu können, könnten Dir auch Omega-3 Supplemente in Form von Fisch- oder Algenöl Kapseln weiterhelfen. Achte hierbei aber bitte auf die Dosierung, da ein übermäßiger Konsum von EPA und DHA auch negative Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel haben kann (über 700 mg pro Tag EPA/DHA über einen längeren Zeitraum).
  7. Tierische Lebensmittel (Eier, Milch, Fleisch) weisen ein besseres Omega-6/3 Verhältnis auf, wenn sie aus biologischer bzw. Freilandhaltung kommen, da sich die Nahrungsquellen der Tiere dann zu denen der Stallhaltung unterscheiden. Wenn möglich versuche darauf zu achten!

Quellen

An Increase in the Omega-6/Omega-3 Fatty Acid Ratio Increases the Risk for Obesity
Nutrients. 2016 Mar; 8(3): 128.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4808858/

Arachidonsäure
Spektrum, Lexikon der Ernährung
https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/arachidonsaeure/652

Die essentiellen Fettsäuren
Workshop Ernährung, Fett – Teil 3
https://workshopernaehrung.de/essenziellefettsaeuren/

Die Grundlagen der Fette
Workshop Ernährung, Fett – Teil 1
https://workshopernaehrung.de/fettsaeuren/

Fettsäuren in Lebensmitteln
Workshop Ernährung, Fett – Teil 2
https://workshopernaehrung.de/nahrungsfette/

Fett, Referenzwerte
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/fett/

Für die Anreicherung von Lebensmitteln mit Omega-3-Fettsäuren empfiehlt das
BfR die Festsetzung von Höchstmengen
Stellungnahme Nr. 030/2009 des BfR vom 26. Mai 2009
https://www.bfr.bund.de/cm/343/fuer_die_anreicherung_von_lebensmitteln_mit_omega_3_fettsaeuren_empfiehlt_das_bfr_die_festsetzung_von_hoechstmengen.pdf

Health Implications of High Dietary Omega-6 Polyunsaturated Fatty Acids
J Nutr Metab. 2012; 2012: 539426.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3335257/

Omega-6 fatty acids and inflammation.
Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2018 May;132:41-48
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29610056

Omega-6 Fatty Acids and Risk for Cardiovascular Disease
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https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/circulationaha.108.191627

Omega-6 to omega-3 polyunsaturated fatty acid ratio and subsequent mood disorders in young people with at-risk mental states: a 7-year longitudinal study
Translational Psychiatry volume 7, page e1220 (2017)
https://www.nature.com/articles/tp2017190

The importance of omega-3 and omega-6 fatty acids
EUFIC; Fats | 27 March 2019
https://www.eufic.org/en/food-today/article/the-importance-of-omega-3-and-omega-6-fatty-acids

The importance of the ratio of omega-6/omega-3 essential fatty acids
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https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12442909

Too much linoleic acid promotes inflammation-doesn’t it?
Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2008 Sep-Nov;79(3-5):173-5
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1899055

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